Zum Gedenktag für verstorbene Kinder


Für eine Familie ist es schrecklich, wenn sie ein Kind verliert. Sowohl die Eltern als auch die Geschwister leiden sehr unter der Lücke, die der Tod in die Familie gerissen hat. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt das Kind war oder woran es gestorben ist, der Schmerz ist immer der gleiche. Man war eine Einheit, es herrschte Zuneigung und Liebe, und gemeinsam stellte man sich den Anforderungen des Lebens. Diesen Verlust gilt es irgendwie zu überwinden.
Der Tod eines Kindes wird von vielen Menschen sogar als noch schmerzlicher angesehen als der Tod des geliebten Partners. Dieser hatte zumindest eine gewisse Lebensspanne und konnte etliche Träume verwirklichen, aber einem Kind wird durch den frühen Tod auch die Chance auf ein erfülltes Leben genommen. Und zudem empfinden die Eltern sehr intensiv die Widernatürlichkeit, dass ihre Kinder vor ihnen aus der Welt gehen mussten, obwohl es doch anders herum hätte sein sollen.
Besonders schwierig wird die Bewältigung dieses Verlustes, wenn besondere Tage heran nahen, die man nun das erste Mal ohne das verstorbene Kind gestalten muss. Geburtstage ohne die geliebte Schwester, Ostern ohne den kleinen Bruder, diese eigentlich freudigen Anlässe bekommen einen sehr traurigen Beigeschmack. Und die besinnliche Vorweihnachtszeit ist vielleicht eine der schwersten Hürden, die die Familien bewältigen müssen.
Wir bei Hand-in-Hand sind leider auch immer wieder mit diesem schweren Thema konfrontiert. Deshalb halten wir heute kurz inne und denken an die Kinder, denen wir nicht mehr helfend zur Seite stehen konnten.
Aber wir wollen diesen Tag auch nutzen um Mut zu machen. Mut, Kraft und Zuversicht trotz eines schlimmen Schicksalsschlags. Einer der tragischsten Fälle, den wir in den letzten Jahren erlebt haben ist der Fall der kleinen Hazel. Ein Erstgespräch fand noch statt, einige Wochen später erhielten wir die Einladung zur Trauerfeier.
Hazels Mutter Ronja hat diesen Mut und diese Kraft, von der wir sprechen. Sie hat einen Film über den schweren Verlust ihrer Tochter Hazel zusammengestellt. In einer sehr liebevollen und herzlichen Art ist ein schönes Andenken an Hazel entstanden. Allerdings ist es auch ein herzzerreißendes Dokument dieses schweren Schicksalstags für die kleine und noch junge Familie.
In einer Nachricht teilte uns Ronja mit: „Sehr gerne dürft Ihr den Film am Sonntag – an diesem besonderen Tag – teilen. Ich wünsche mir, dass ich anderen Familien, welche ebenfalls Schicksalsschläge erleiden mussten oder Gleichgesinnten damit etwas Kraft geben kann. Kraft nach vorne zu schauen und den Mut nicht zu verlieren. Es wäre für mich sehr bedeutsam, wenn ihr den Film teilt, zum Andenken an Hazel.“
Dem haben wir nichts hinzuzufügen und machen das natürlich gerne. Nehmt Euch etwas Zeit und Ruhe für diese wunderschön gemachte Erinnerung an Hazel. Der Film dauert etwa eine Viertelstunde. Wir danken Ronja für ihren Mut und wünschen Euch allen viel Zuversicht und Kraft für alles was kommt.

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